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Spotlight Election 2008

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Emily Peckenham

Kommentar, 22. Juli 2008
Klima "Wandel"?
Wird Senator Obama seine Ziele in Berlin deutlich machen?

Emily Peckenham,
Programmkoordinatorin, FES Washington, D.C.

This comment in english.

Wie bei jeder Wahl müssen die Kandidaten die Wünsche und Interessen vieler bedenken: Der Wähler, der Wirtschaft, der politischen und internationalen Partner. Die US-amerikanische Präsidentschaftswahl am 4. November ist da mit den zahlreichen innen- wie außenpolitischen Wahlkampfthemen keine Ausnahme.

Irakkonflikt, Gesundheitswesen, Klimawandel, Bildungspolitik, Einwanderungsreform, Afghanistan, Sudan, Energiesicherheit, Wohnungsmarktkrise: die Liste könnte noch viel länger sein. Es gibt eine Vielzahl von miteinander vernetzten innen- und außenpolitischen Themen, die John McCain und Barack Obama während der heißen Wahlkampfphase bis November ansprechen müssen. Bis zu den Nominierungsparteitagen der Demokraten im August und der Republikaner im September werden beide Kandidaten versuchen, ihre Positionen zu diesen Themen zu verdeutlichen, um das Vertrauen der Wähler zu gewinnen.

Interessanterweise scheinen sich beide Kandidaten einig, wenn es darum geht, das Thema Klimawandel als besonders wichtig hervorzuheben. Dabei unterscheiden sich ihre Vorschläge, wie das Problem der damit verbundenen Energiekrise angegangen werden soll, sehr stark. Während John McCain die Erweiterung traditioneller Energietechnologien (Nuklear- und Kohlekraftwerke) befürwortet, will sich Barack Obama verstärkt für erneuerbare Energien, Biodiesel und strengere Grenzen des Kraftstoffverbrauchs, der Emissionen und der Treibhausgase einsetzen.

Es ließe sich nun argumentieren, dass der Klimawandel das am engsten mit anderen Schlüsselproblemen vernetzte Thema sei. Die Emission von anthropogenen Treibhausgasen und seine Auswirkungen lassen sich aus wirtschaftlicher, politischer, wissenschaftlicher und sogar religiöser Sichtweise untersuchen. Dabei steht eines unmissverständlich fest: Der Klimawandel wird die Industrieländer weltweit beeinträchtigen und Entwicklungsländer werden dabei sogar nach stärker betroffen sein. Diese globale Herausforderung verlangt nach Lösungen, die das Phänomen so angreifen, wie es auftritt: grenzübergreifend. Denn Klimawandel wirkt grenzübergreifend auf Wirtschaftssysteme, auf Lebensweisen, das Wetter und auch auf den Umgang mit Ressourcen.

Beide Präsidentschaftskandidaten wollen auch dadurch Vertrauen gewinnen, dass sie den Zusammenhang von Klimawandel mit anderen wichtigen und aktuellen Themen, wie Energiepreise, internationaler Konkurrenzkampf um Ressourcen und Wirtschaftswachstum, unterstreichen.

Zukünftige Chancen zur Verbesserung der Energiesicherheit in den Vereinigten Staaten sowie die Verbesserung der internationalen Beziehungen verlangen nach intensivem Handeln durch den nächsten Präsidenten. Gerade die blockierende Kompromisslosigkeit der Bush-Regierung, sich für eine verpflichtende Reduzierung von Treibhausgasen einzusetzen - wie Präsident Bushs Aussetzer beim G8 Treffen bestätigt -, wird den Zeitplan des kommenden Präsidenten enorm verzögern. Die neue Regierung, die im Januar 2009 ihre Arbeit aufnehmen wird, muss sich zunächst auch mit personellen Fragen beschäftigen und so genannte "Team Units" bilden, um dann die Schlüsselthemen in Angriff zu nehmen.

Die gute Nachricht ist, dass sich beide Kandidaten, Barack Obama und John McCain für Initiativen zur Unterstützung von Emissionsrechtehandel ausgesprochen haben. Beide haben auch die Sicherheitsrisiken für die Vereinigten Staaten erkannt, die durch den hohen Energieverbrauch und die damit verbundene Ölabhängigkeit von ausländischen Produzenten entstehen. Immer die Interessen des Wählers und der Wirtschaft vor Augen sollten beide Kandidaten besonders die positiven Synergieeffekte zwischen wirtschaftlicher Entwicklung und Energieeffizienz und der daraus resultierenden Reduzierung von Treibhausgasemissionen hervorheben.

Zusätzlich könnten beide Kandidaten international ein Zeichen setzen und verbindliche Höchstgrenzen der Treibhausgasemissionen für die Vereinigten Staaten festlegen. Dies wäre ein intelligenter außenpolitischer Schachzug, der zum einen den Vorwürfen der Scheinheiligkeit den Wind aus den Segeln nehmen würde und zum anderen eine wahrhaft große Chance böte, die Bedeutung und das Ansehen der USA unter den G8 Staaten zu verbessern, die ähnliche Bemühungen bereits umsetzen.

Doch ob Obama das Thema Klimawandel vor der Siegessäule in Berlin ansprechen wird, bleibt abzuwarten. Europäer und Amerikaner sind gleichermaßen gespannt, die Pläne des Demokratischen Kandidaten zu hören.

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Emily Peckenham

Comment, July 22, 2008
Climate "Change"?
Will Senator Obama take up the issue in Berlin this week?

Emily Peckenham,
PProgram Officer, FES Washington, D.C.

As in every U.S. presidential election, the candidates must address the concerns of voters, business interests, political partners, and international leaders. This election is no different, with many hot button issues both domestic and international.

The war in Iraq, health care, climate change, education, immigration, Afghanistan, Sudan, energy prices, the housing crises - the list could go on. There are a number of domestic and international cross-cutting issues that John McCain and Barack Obama must address during their intensifying campaigns. In the time period leading up to the Democratic National Convention in August and the Republican Convention in September, the candidates will try to emphasize their positions on these issues and reassure voters of their competency.

Interestingly, one issue that McCain and Obama both seem to agree is important is the issue of climate change, though their proposed plans for dealing with energy issues diverge sharply. While McCain supports expanding energy technologies such as nuclear and "clean coal", Obama supports increasing renewables, biodiesel, and setting even tighter limits on fuel economy standards, emissions and greenhouse gases.

It could be argued that climate change is the "ultimate cross-cutting issue." The emission of anthropogenic (human created) greenhouse gases - and its effects - can be examined from economic, political, scientific, and even religious points of view. What is clear is that the impacts of climate change will affect everyone in the industrialized world - and those in developing countries even more so. The nature of climate change necessitates tackling this worldwide problem with a variety of tools, just as the phenomenon itself affects our economies, ways of life, weather systems, and resource struggles.

Both presidential candidates stand to gain by emphasizing the interaction of climate change as a major issue with other top contemporary concerns, such as energy prices, international competition over resources, and economic growth.

Future opportunities to improve energy security in the United States, as well as to improve international relations will require strong action from the next president elect. Unfortunately, with the current administration's unwillingness to move strongly on creating binding greenhouse gas emission targets - as evidenced by President Bush's recent crack at the G8 - this momentum will take even longer to create. The new administration that takes office in 2009 must select and institute their new colleagues, and it will take time for the team units to coalesce and begin taking action on key issues.

The good news is that both Barack Obama and John McCain have gone on the record supporting initiatives to support the cap and trade system of carbon credit trading. Both candidates are also on record as recognizing the security risks that high energy use and foreign oil dependency cause for the United States. With an eye to the concerns of American voters and businesses, either candidate would do well to emphasize the positive synergy between economic development and energy efficiency, and the resulting reduction in greenhouse gas emissions.

Additionally, either candidate could make a smart foreign policy move by endorsing mandatory greenhouse gas emission limits for the United States. This would be a strong signal, which could silence critics of the United States' hypocrisy, create a real opportunity to take action, and improve the U.S.'s standing in the eyes of the other G8 nations who have made similar efforts to take action.

Will the issue of climate change be addressed during Obama's visit to Berlin? Europeans and Americans alike will be alert to hear the Democratic candidate's perspective.

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