
Kommentar, 28. Oktober 2008
Von Washington bis Berlin:
Plane Deine Wahlparty
Michael Czogalla,
Programmkoordinator, Friedrich-Ebert-Stiftung in Washington, D.C.
In der Hoffnung, dass ihr Wunschkandidat gewinnt, planen viele Amerikaner und der Obama Fanklub weltweit Wahlpartys zur ersten Hochrechnung und zur Ergebnisbekanntgabe. In diesem Jahr sind es eher die Demokratischen Anhänger, die hier schon feste Pläne schmieden.
Ob in der Kneipe an der nächsten Ecke mit Freunden und Kollegen oder im Ballsaal des Hyatt Regency Hotels mit ein paar tausend Demokraten, die Liste der angesagten Wahlpartys ist nicht nur in Washington, DC sehr lang. Im ganzen Land sind Wahlpartys geplant. Obamas Website ist eine Fundgrube an nach Ort und Zeit sortierten Happenings.
Für den Fall einer Wahlniederlage Obamas werben hier manche mit Flaschenbier für besseren Halt. Andere wollen Immigrationsformulare für alle bereithalten, die dann direkt nach Kanada auswandern wollen. Mit Humor scheinen viele dem Wahlabend entgegezufiebern, denn vieles kann, nichts muss noch geschehen, um Obama den Sieg streitig zu machen.
Obwohl hier "nur" der US-amerikanische Präsident gewählt wird, hat Obama doch eine Welle der Euphorie ausgelöst, die längst auch Europa überzogen hat. In Deutschland wollen viele die Nacht zum Tag machen und auf den Straßen und in den Kneipen von Hamburg bis München, von Köln bis Berlin das Wahlergebnis live miterleben. Damit auch in Deutschland keiner das entscheidende "...and the next President of the United States of America is..." verpassen muss, haben wir hier einen deutschen Zeitablauf zusammengestellt, wann an welcher Küste und in welchem Bundesstaat mit den Ergebnissen zu rechnen ist.





