Nach dem Pride ist vor dem Pride

Juni ist der traditionelle Pride Month in den USA. Knut Panknin spricht kurz und knapp die letzten Gesetzesentscheidungen an, die die LGBTQ Community betreffen.

Happy Pride!

Juni ist traditionell Pride Month in den USA. Die LGBTQ Community erinnert in diesem Monat an die Stonewall-Proteste in NYC 1969, die als Beginn der Bewegung für die Rechte von Homosexuellen und Transgender-Personen in den USA gelten.

Stonewall war ein Aufstand und auch wenn viele Pride mit Paraden und Partys assoziieren, steht die gesellschaftliche und politische Bedeutung dieses Monats für mich im Vordergrund. Interessanterweise sind viele Grundsatzentscheidungen für die Community im Juni gefallen. Prominentestes Beispiel ist die gleichgeschlecht-liche Ehe, die der Oberste Gerichtshof 2015 landesweit in den USA für legal erklärte.

Seit dem Stonwall-Aufstand kämpfen LGBTQ für gleiche Rechte

Der Kampf der LGBTQ Community um ihre Rechte und damit die aller US-Amerikaner_innen ist aber noch lange nicht vorbei. Und auch wenn es Rückschritte unter Präsident Trump gibt, wie das Verbot von Transgender-Personen, im Militär zu dienen, gibt es in diesem Monat Grund zum Feiern: Der Oberste Gerichtshof hat die USA mit zwei Entscheidungen gerechter gemacht. 

Keine Benachteiligung am Arbeitsplatz - Landesweit

Zum einen gibt es endlich einen Rechtsschutz für LGBTQ-Beschäftigte. In der Hälfte der Bundesstaaten gab es diesen Schutz bisher nicht. Nun aber ist es landesweit illegal, Beschäftigte auf Basis ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität zu entlassen oder anderweitig am Arbeitsplatz zu benachteiligen.

Der Supreme Court hat auch die Rechte der sogenannten „Dreamer“ gestärkt. Das bedeutet, dass etwa 700,000 junge Leute, die als Kinder von Einwanderern ohne Aufenthaltsstatus in die USA gekommen waren, jetzt vor Deportation geschützt sind.

Als Vertreter der LGBTQ-Community trage ich deshalb die „Progressive Pride“ Flagge heute mit noch mehr Stolz. Wir müssen weiter die Rechte der Community und gerade die der marginalisierten nicht-weißen und Transgender-Personen schützen und stärken. Als Friedrich-Ebert-Stiftung tragen wir unseren Teil dazu bei.

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